Gartengespräch des OV Salem mit Martin Hahn

Unsere Fraktionskollegin und OV-Co-Vorsitzende Birgit Zauner hat ihren Garten für ein Gartengespräch mit Martin Hahn anlässlich seiner Sommertour zur Verfügung gestellt.


In einem gut zweistündigen Gespräch, an dem auch die Bürgermeisterkandidatin Birgit Baur teilnahm, ging es auch um die Zukunft unserer Landnutzung. Martin betonte ausdrücklich, dass der Klimawandel nur zu stoppen sei, wenn man das Thema Energie in den Griff bekomme.Wir werden uns daher alle auf großflächige Photovoltaik -Anlagen auf landwirtschaftl. genutzten Flächen einstellen müssen. Das Thema war nicht neu für mich. Neu war jedoch Martins Ansatz, dass sich vor allem Obstanbauflächen dafür eignen könnten. Dort sei die Bewirtschaftung leichter zu bewerkstelligen. Auch beim Beerenanbau seien Anbau-Vorteile erzielt worden. Ich denke da an das Landschaftsbild und die bereits bestehenden Hagelnetze – möglicherweise stellt eine Umstellung auf Photovoltaik-Überdachung an dieser Stelle keine ganz gravierende Verschlechterung mehr dar? Martin berichtete auch, wir müssten uns auf Wasser-Mangelzeiten einstellen, die Landwirtschaft wird Wasserspeicher in großem Umfang brauchen (in Form von Weihern/ Seen ?) um so weiter zu machen wie bisher. Gut dass die GOL den Antrag zum Wasser in Salem bereits formuliert hat um dann weiter damit zu arbeiten. Auch die Parteilose Birgit Baur sieht beim Thema Wasser das allergrößte Problem der Zukunft auf uns zukommen und möchte hier unbedingt Akzente setzen, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommt.

Der Regionalplan kam natürlich zur Sprache. Wir alle vermissen wesentliche Ansatzpunkte bezüglich einer Nachhaltigkeits-Strategie. Andere Regionalpläne zeigen in diesem Bereich einen deutlich größeren Ehrgeiz. Ehrgeiz zeigt unser Regionalplan dagegen bei der Bevölkerungsprognose – man ging hier von einem völlig übersteigerten Zuzugs-Wert aus, der etwa dem 5 fachen Wert des vom statistischen Landesamtes prognostizierten Zuzuges entspricht. Auch ging man davon aus, dass dieser Zuzug viele junge Familien einschließe. Tatsächlich wissen wir alle, dass es gerade viele ältere Menschen an den See zieht. Es wird ein spannender Herbst werden, wenn die Fortschreibung weiter geht …

Autorin: Petra Karg

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